Monitoring mit OMD Einführung und Vorteile

Aufgrund einiger Nachfragen nach dem, was die OMD eigentlich ist, nun eine kleine Einführung. OMD steht wie bereits mehrfach beschrieben für Open Monitoring Distribution. OMD ist jedoch kein neues Programm, sondern wie der Name schon sagt, eine Distribution, man kann sagen, eine Zusammenstellung.

Zusammengestellt wurden bei OMD verschiedene bekannte Monitoring Produkte wie Nagios, pnp4nagios, nagvis, check_mk und auch nützliche Tools wie z.B.dokuwiki. Alles in allem steht eine stetig wachsende Anzahl von Programmen zu Verfügung.

Das Besondere dabei ist, dass bereits alles von Experten aufeinander abgestimmt wurde. Es ist also nicht weiter nötig, alles einzeln zu installieren, sondern man installiert nur noch das OMD Packet als eine ganze Einheit. Anschließend an die Installation kann man mit einem Kommando (omd create SITENAME) eine Monitoring Umgebung, genannt Site, erzeugen. Es lassen sich sogar beliebig viele (natürlich durch die Ressourcen des Servers begrenzt) parallele Sites erstellen und nutzen.

Jede dieser Sites läuft dann unter einem eigenen User und kann unabhängig von den anderen Sites gestoppt und gestartet werden. Nun aber zurück zu einer Site: Nach einem Kommando kann ich nun eine Site anlegen, in welche ich mit su – Sitename wechseln kann.

Bin ich in der Site, steht mir bereits alles fix und fertig eingerichtet zur Verfügung. Wir erinnern uns, es war nicht mehr nötig, als das OMD Packet zu installieren. In einem lokalen etc Verzeichnis finde ich nun die Unterordner meiner Monitoring Tools, in welche ich meine Konfigurationsdateien ablegen kann.

Mit dem Befehl omd config kann ich bequem Grundlegendes einstellen und mit omd start wird die Site dann gestartet. Unter der http://servername/sitename/ steht anschließend ein Startbildschirm bereit, in dem ich auch schon gleich die GUI auswählen kann, mit der ich arbeiten will. Neben der klassischen Nagios GUI gibt es hier zur Zeit die Multisite GUI sowie die Thrunk GUI. Links in die Dokuwiki und nach pnp4nagios wurden natürlich auch nicht vergessen.

Schon einmal so einfach ein komplettes Nagios mit Plugins aufgesetzt? Ich glaube nicht :)!

Jetzt ist hier aber noch nicht Schluss. Auch an ein Update-Konzept wurde gedacht. Die Zeiten, bei dem alles einzeln getestet und geupdatet werden musste, sind mit OMD auch vorbei.

Man installiert für ein Update nun erst einmal eine neue OMD Version. Dabei werden aber meine bestehenden Sites wieder nicht beeinflusst. Diese laufen so weiter, wie sie zuvor eingerichtet waren. In der Site kann ich dann mit omd update auf Wunsch Up- oder sogar Downgraden. Zur Auswahl stehen alle Installierten OMD-Versionen. Geupdatet wird automatisch alles. Die Freiheit, innerhalb der Site selbst andere Versionen von z.B. Nagios oder check_mk zum Testen zu installieren, bleibt natürlich. Man installiert einfach in die lokalen Pfade der Site.

Apropos Testen. Natürlich möchte ich erst einmal in Ruhe testen, bevor ich ein OMD-Update durchführe. Nichts ist leichter als das und zwar als root: Mit omd cp ProdSite TestSite kopiere ich einfach komplett meine Produktiv Site in die neue Site, hier mit Namen TestSite. In TestSite kann ich nun das Update ausführlich testen, bevor ich dann ProdSite update und TestSite einfach wieder lösche.

Zusammenfassung

Also nochmal in Kurzform:

  • OMD ist kein neues Programm, sondern fasst alle nötigen Monitoring-Tools zusammen
  • Das Konzept sieht unabhängige Sites vor, die parallel laufen
  • Jede Site hat ihre eigene Umgebung
  • Jede Site kann ihre eigenen Programmversionen benutzen
  • Sites kann man klonen
  • Alle Tools sind optimal aufeinander abgestimmt
  • Sie werden die Zeit bereuen, die Sie in Vergangenheit in Installation und Update Ihrer Nagios Umgebung gesteckt haben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*